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Die Wasserversorgungsverhältnisse in der Gemeinde waren die denkbar schlechtesten. Es bestanden im Ort zwei Gemeindebrunnen, die in große Tröge ausliefen. In den Privatbrunnen war zum größten Teil sehr schlechtes Wasser. Der Gemeindebrunnen nördlichen Ausgangs des Ortes versagte im Sommer ganz. Dagegen war der Brunnen südlichen Ausgangs sehr gut, dieser versagte nie. Die Brunnen bestehen schon lange Jahre (Herstellung unbekannt). Der Brunnen war bei seiner ersten Herstellung aus Eichenbohlen hergestellt. Das Leitungsrohr aus offener Holzrinne mit Holzverdeck. Später wurde die Holzrinne entfernt und eine andere Leitungsart hergestellt: 20-25 cm dicke und 2-3 m lange Hölzer wurden mit einer 27mm-Bohrung versehen. Die Verbindung der Hölzer war in der Mitte ein kleines Zinkrohr, so dass das Wasser nicht vorbeilaufen konnte. Diese Leitung war jedoch nicht lange haltbar. Schon bald traten sehr große Fehler auf. Die Leitung wurde abermals entfernt und durch Bleirohre ersetzt, die man in diesen Jahren erst neu kennenlernte. Für solche Zwecke wurden diese Rohre bisher selten benutzt. Im Jahre 1891 wurden diese mit Ziegelsteinen aufgemauert. Im Jahre 1927 wurden die Bleirohre rausgenommen, da sie sehr fehlerhaft waren. Es wurden Graben auf 1,2 m ausgehoben und der Neuzeit entsprechende Eisenrohre verlegt. Das Ausheben der Gräben erfolgte im Frondienst der Gemeinde. Nach langen Beratung der Gemeinde und Vertretung war es dringend notwendig eine gute Wasserleitung zu bauen. Im Sommer 1908 wurden dann die Quellenfassungen im alten Hahn ausgebaut. Die Gemeinde übernahm sämtliche Unkosten bis zum Absperrhahn im Keller. Die Kosten betrugen 298,00 Mark. Die Provinzial Feuerversicherung gewährte einen Zuschuss von ?. Die Ausführung der Wasserleitung wurde an die Firma Wilhelm Langenbach aus Koblenz vergeben. Das Kreistiefbauamt war in Zell. Im Jahre 1918 machten sich Fehler an der Wasserleitung bemerkbar. So wurden 1919 von der Quellfassung aus weitere 200 m Rohre verlegt: 125 mm, 100 mm und 80 mm. Der Fehler war damit behoben und die Kosten beliefen sich auf 4.000 Mark. Durch die Trockenheit im Sommer 1921 versagte die Wasserleitung von September bis Ende Dezember. Die Bach war ausgetrocknet, so dass das nötigste Wasser an verschiedenen Stellen geholt werden musste, z.B. 1) am Brunnen am südlichen Ausgang des Ortes. 2) am Gemeindebrunnen zwischen Josef Dillmann und Adolf Schmaus am Kirchenpfad. 3) im Grund in der Wiese von Rudolf Franz, zirka 50 m von der Scheune des Linn.
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